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Informationen zum Projektablauf

Illustration: Stoff- und Energiehaushalt als Gewerke übergreifendes Lernfeld

Die konkreten Aufgabe von LENE bestand in der Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von Lerneinheiten zur Integration nachhaltiger Energietechniken in die Erstausbildung der energie- und versorgungstechnischen Handwerksberufe. Ausgangspunkt dafür war die ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes in seiner Umgebung und die am Gedanken einer nachhaltigen Entwicklung orientierte Bewertung seiner energetischen Eigenschaften und Potentiale. Die Lerneinheiten wurden in der Zusammenarbeit von Berufsschullehrern und Ausbildern überbertrieblicher Ausbildungsstätten entwickelt und erprobt. Sie sind so konzipiert, dass eine Kooperation der beiden Lernorte sinnvoll und möglich ist. Die inhaltliche Arbeit dieser Entwicklungsgruppen orientierte sich an den Intentionen und Zielen des Modellversuchs und den curricularen Zielen der neuen Rahmenlehrpläne und Ausbildungsverordnungen.

Mit den gewählten Themen "Photovoltaik" und "Solarthermie", "Kraft-Wärme-Kopplung" sowie "Energieeffiziente Lüftung" werden mit den drei prinzipiellen Verfahrenstechniken "Substitution", "Einsparung" und "Mehrfachnutzung" alle drei Maßnahmenbereiche nachhaltiger Energietechnik exemplarisch angesprochen. Im Verlängerungszeitraum wird eine weitere Lerneinheit zum Thema Gebäudesystemtechnik entwickelt, erprobt und dem Fortbildungsprogramm beigefügt.

Die Lerneinheiten orientieren sich an einer kundenorientierten Auftragsbearbeitung und umfassenden Ablauf von der ersten Kundenanfrage bis zur Inbetriebnahme und Instandhaltung der Anlage. Bei der Umsetzung dieser Grundstruktur unter pädagogischen Gesichtspunkten war zu berücksichtigen, dass im normalen betrieblichen Ablauf keine ausreichenden Zeiträume für die Auseinandersetzung mit den technischen Grundlagen und den für den Einsatz der jeweiligen Technologie maßgeblichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen vorgesehen ist. Aus diesem Grunde mussten Lernsequenzen eingeplant werden, die der Erarbeitung der Kenntnisse und Fähigkeiten dienen, welche sich der Fachmann bei der Abwicklung eines Kundenauftrags nicht erst aneignen muss. Diese Lernphasen waren so in den Ablauf zu integrieren, dass der Zusammenhang mit dem Kundenauftrag immer erkennbar blieb und für die Motivation zur Erarbeitung der Grundlagen sorgte. Aus diesem Grund erwies es sich als erforderlich, die Kundenanfrage an den Beginn der Lerneinheit zu stellen anstatt mit der Erarbeitung der Grundlagen zu beginnen. Außerdem musste die Kundenberatung als Abschluss vorgesehen werden, weil die Erfahrung zeigte, dass die gesamte Einsatzbereitschaft und Motivation der Auszubildenden darauf ausgerichtet ist, sich auf diesen Vorgang vorzubereiten und die damit verbundenen Aufgaben gut zu erfüllen.

Die Lerneinheiten sind so konzipiert, dass eine Kooperation zwischen Berufsschule, Überbetrieblicher Bildungsstätte und Betrieb gewünscht und zweckmäßig ist. Die Form der Zusammenarbeit ist dabei nicht festgelegt und kann den jeweils vorliegenden Kooperationsbeziehungen und den organisatorischen Voraussetzungen angepasst werden.

Weitere Aufgabe des Modellvesuchs war (insbesondere im Verlängerungszeitraum) die Entwicklung und Verbreitung eines entsprechenden Fortbildungskonzepts, welches die notwendigen Transfermaßnahmen zur Verstetigung der Lerneinheiten beinhaltete.
Durch diese Fortbildungsangebote für Ausbilder und Lehrer sollte die Einführung der Lerneinheiten an Berufsschulen und überbetrieblichen Bildungsstätten unterstützt werden. Das Fortbildungskonzept wurde in  drei Schritten, wie in der Grafik (s.u.) dargestellt, erprobt, soll aber, nach Auswertung der Erfahrungen, als zweiphasiges Modell weiterentwickelt werden.
Die Fortbildungsangebote sollen in die Themen der Lerneinheiten und deren praktische Gestaltung im Unterricht einführen. Gleichzeitig sollen sie die mit dem Leitbild "Nachhaltige Entwicklung" verbundenen Anforderungen an die Ausbildung klären und die didaktischen und methodischen Kompetenzen vermitteln, die mit der Umsetzung des Lernfeldkonzepts verbunden sind. Außerdem verfolgen sie die Absicht, die praktische Einführung der Lerneinheiten an neuen Standorten vorzubereiten und zu begleiten.

Das Fortbildungskonzept

Zusammenfassung des Fortbildungskonzeptes 

Informationen zum Modellversuch LENE und den Fortbildungskursen:
Jugendwerkstatt Felsberg e. V.
Modellversuch LENE
Projektleitung: Regina Ulwer 
Sälzer Str. 3a
34587 Felsberg
Tel.: 05662 / 9497 - 29 
Fax: 05662 / 9497 - 49
E-Mail: regina.ulwer@jugendwerkstatt-felsberg.de

Letzte Änderung: 16.11.2007


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